Ob nach Explosionen, bei Hochwasser oder nach schweren Fahrzeugkollisionen: Wenn Gebäude und Brücken instabil werden, wird häufig der Baufachberater hinzugezogen.
Sie unterstützen die Einsatzleitung bei kritischen Entscheidungen durch ihre statische Einschätzung. Dabei geht es um die zentralen Fragen: Ist das Objekt noch tragfähig? Wo und wie muss es gesichert oder abgestützt werden?
Um die Statik eines Gebäudes umfassend beurteilen zu können, ist der Blick aus erhöhter Position oft erforderlich. Hier kommt der Lkw-Ladekran (Lkr) ins Spiel: Ausgestattet mit einem Arbeitskorb dient er als mobile Hubarbeitsbühne und befördert den Baufachberater sicher in die Höhe.
Am vergangenen Samstag vertieften vier Baufachberater des Regionalbereichs Köln im THW Ortsverband Bad Honnef genau diese Zusammenarbeit. Der Ausbildungstag startete mit der Theorie:
- Spezifikationen: Welche Besonderheiten gibt es beim Betrieb mit dem Arbeitskorb?
- Stabilität: Wie muss der Kran positioniert werden, um maximale Sicherheit zu garantieren?
- Leistung: Mit einer Reichweite von bis zu 14,70 Metern bietet der Kran einen enormen Aktionsradius.
- Steuerung: Flexibilität ist Trumpf – der Kran kann sowohl per Funkfernbedienung direkt aus dem Korb als auch vom Hochsitz aus gesteuert werden.
Nach einer gemeinsamen Stärkung folgte der praktische Teil auf dem Übungsgelände. Die Teilnehmer konnten hautnah erleben, wie präzise sich der Kran steuern lässt und wie wertvoll der Überblick aus der Höhe für ihre fachliche Einschätzung ist.
Das Fazit der Teilnehmer aus den Ortsverbänden Beuel, Brühl, Köln-Ost und Bad Honnef: Der Lkw-Ladekran ist eine hervorragende Unterstützung für die Baufachberater. Diese fachübergreifende Ausbildung ist ein großer Gewinn für die Einsatzfähigkeit und Sicherheit im Ernstfall.