Um ein sicheres Arbeiten am abgerutschten Hang zu ermöglichen, lautete der Auftrag, den angrenzenden Bach kontrolliert zu stauen und umzuleiten. Dazu wurde das Wasser oberhalb der Staustelle mittels Pumpen aus dem fließenden Gewässer entnommen, über Schlauchstrecken umgeleitet und unterhalb der Stauung wieder in das Bachbett zurückgeführt.
Zwei mit Wathose ausgerüstete Helfer der Fachgruppe Wassergefahr erkundeten das Gewässer. Ihre Aufgabe bestand darin, geeignete Stellen für die Pumpen – insbesondere tiefe Bereiche im Bachbett – zu finden und für die weiteren Arbeiten zu markieren.
Die Wathosen gehören im THW zur Sonderbekleidung und dienen nicht nur dem Trockenbleiben, sondern auch dem Schutz vor Unterkühlung und Infektionen durch verschmutztes Wasser.
Parallel dazu sorgten die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung mit ihrem 50-kVA-Lichtmast sowie die Bergungsgruppe mit tragbaren Scheinwerfern für die großflächige Ausleuchtung der Einsatzstelle. Zeitgleich wurden die Pumpen einsatzbereit gemacht und das für die Stauung benötigte Holz vorbereitet.
Die Erkundung brachte vier geeignete Stellen hervor, an denen vier Mastpumpen mit einer kombinierten Förderleistung von 5.000 l/min installiert und in Betrieb genommen wurden. Das entspricht dem Volumen von ca. 25 gefüllten Badewannen pro Minute.
Sobald der Wasserspiegel ausreichend gesunken war, baute die Bergungsgruppe aus Paletten und großen Folien einen Staudamm, um die Arbeiten am gerutschten Hang zu ermöglichen.
Das Ziel der gemeinsamen Ausbildung war, neben einer Auffrischung des Themas Pumpen, auch die Helfer für das nicht ungefährliche Arbeiten am Wasser zu sensibilisieren.