Hand in Hand gegen Waldbrände

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Wald- und Vegetationsbrände sind längst keine Seltenheit mehr und fordern die Einsatzkräfte bundesweit immer häufiger bis an ihre Grenzen. Eine durchdachte Löschwasserversorgung, auch über lange Wegstrecken, ist essenziell, um den Bränden effektiv entgegenzutreten.

Um auf diese Herausforderung vorbereitet zu sein, erprobte die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) Ortsverband Bad Honnef und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Siebengebirge am vergangenen Samstag ihr Waldbrandkonzept im Schmelztal. Im Fokus stand die Inbetriebnahme der neuen, unterirdischen Löschwasserzisterne auf dem Parkplatz Reisberg mit einem Fassungsvermögen von 200.000 Litern. 

Mit dem Ziel, die Befüllung der Zisterne unter realistischen Bedingungen zu testen, wurde ein Pendelbetrieb mit Einsatzfahrzeugen zwischen dem Gerätehaus Aegidienberg und der Zisterne eingerichtet. Während die Feuerwehr das Löschwasser mit ihren Tanklöschfahrzeugen transportierte, unterstützte das THW durch den Transport von mit Wasser gefüllten großen Kunststoffbehältern, den sogenannten Intermediate Bulk Containern (IBC). Jeder dieser Behälter hat ein Fassungsvermögen von ca. 1.000 Liter. Für die Beförderung der IBC setzte das Technische Hilfswerk den LKW-Ladekran der Fachgruppe Wassergefahren (FGr W) und den Mehrzweckgerätewagen (MzGW) der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) ein. Beide Fahrzeuge konnten jeweils 4.000 Liter Löschwasser pro Fahrt verlagern und so die Einspeisung in die Zisterne massiv unterstützen. Parallel dazu verlegten Einsatzkräfte der Feuerwehr Schlauchleitungen über eine Wegstrecke von ca. 2,5 km durch den Wald zum Parkplatz. Das DRK Siebengebirge unterstützte die Verlegung dieser Leitungen mit seinen geländegängigen Polaris-Fahrzeugen und sorgte zudem für die Verpflegung. Der Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (UL) des THW überwachte die Übung mittels Drohnen aus der Luft.

Der Ortsverband Bad Honnef nahm mit insgesamt 17 Helfern aus der Fachgruppe Wassergefahren (FGr W), der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N), dem Zugtrupp und dem Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (UL) teil.

Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt, die bis in den Nachmittag andauerte.

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