Am zweiten Übungswochenende waren die Fachgruppe Wassergefahren und der Drohnentrupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (Trupp UL) aus Bad Honnef zur FÜLEX angereist.
Die Mehrzweckboote der Fachgruppe Wassergefahren wurden mit dem LKW-Ladekran zu Wasser gelassen, um das Hafengebiet nach möglichen Anlegestellen im unbekannten Gewässer zu erkunden. Der Übungsschwerpunkt lag darauf, im Ernstfall schnell und effizient Personen sowie Sachgüter transportieren zu können. Parallel dazu wurden verschiedene Manöver, wie zum Beispiel "Mann-über-Bord", geübt.
Der Trupp UL trainierte die Zusammenarbeit und die Steuerung mehrerer Drohnen gleichzeitig – eine Fähigkeit, die bei Großschadenslagen oft entscheidend ist. Unter der Koordination einer zentralen Flugleitung lieferten die Drohnen Fotomaterial, das für die Lagebeurteilung, die Einrichtung von Bereitstellungsräumen und die Personensuche genutzt wird.
Eine Woche später, am dritten Übungswochenende, unterstützten unser Zugtrupp, die Bergungsgruppe und die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung die Übung in Mönchengladbach. Das Szenario umfasste Angriffe auf kritische Infrastruktur und Sabotageakte, die zusätzlich durch Starkregen und aufgeweichte Böden erschwert wurden. Dabei standen vielfältige Aufgaben im Fokus, wie beispielsweise Arbeiten im und am Wasser, Beleuchtung und Elektroversorgung, Atemschutz und CBRN-Schutz, technische Rettung sowie Aufgaben im Zivilschutz.
Auch die Organisation Kulturgutschutz Deutschland war zum ersten Mal dabei. Sie rettete Bücher und Dokumente, unterstützt durch das THW, das mit technischem Gerät bei der Bergung half und zudem Strom und Wasser bereitstellte.
Ein großes Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden! Es war uns eine Freude, die verschiedensten Szenarien gemeinsam mit euch zu trainieren. Wir sind stolz, ein Teil der THW-Familie zu sein.